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Impressum

Die Flensburger Verkehrssünderkartei

Kommt es wegen Verkehrsstraftaten zu einer Verurteilung, wird diese grundsätzlich in das Verkehrszentralregister in Flensburg (die sogenannte Verkehrssünderkartei) eingetragen.

Neben Verurteilungen werden aber auch alle rechtskräftigen Bußgeldbescheide oder – nach Einspruch – Entscheidungen des Amtsgerichts wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten eingetragen, bei denen das Bußgeld ohne die Kosten des Verfahrens 40,00 € oder mehr beträgt sowie alle Bußgeldbescheide, bei denen ein Fahrverbot verhängt wurde.

Kommt kein neuer Verkehrsverstoß hinzu, werden die Eintragungen im Verkehrszentralregister nach Ablauf einer bestimmten Zeit wieder gelöscht. So beträgt die Tilgungsfrist z. B. bei allen Bußgeldentscheidungen 2 Jahre und bei Verurteilungen in Verkehrsstrafsachen grundsätzlich 5 Jahre, es sei denn es liegt ein Ausnahmefall vor (alkohol- oder drogenbedingte Straftaten sowie Straftaten mit Fahrerlaubnisentzug). Diese bleiben 10 Jahre eingetragen.

Nach Erreichen einer bestimmten Punktezahl erfolgen entsprechende Maßnahmen der Verwaltungsbehörde wie folgt:

Ab 8 Punkten:

Schriftliche Verwarnung mit der Möglichkeit eines Aufbauseminars zum Punkteabbau.

Ab 14 Punkten:

Anordnung der gebührenpflichtigen Teilnahme an einem Aufbauseminar ohne Punkterabatt sowie Hinweis auf die Möglichkeit einer verkehrspsychologischen Beratung mit Punkteerlass.

Ab 18 Punkten:

Automatischer Entzug der Fahrerlaubnis. Eine Neuerteilung ist frühestens nach 6 Monaten sowie nach bestandener MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) möglich. Diese sollte, um ein Scheitern an den geschickten psychologischen Fragen der Behörde zu vermeiden, unbedingt hinreichend vorbereitet werden. Über die Einzelheiten beraten wir Sie gerne.

 

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