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Fristlose Kündigung im Mietrecht

1.) Der Vermieter kann das Mietverhältnis fristlos kündigen, wenn der Mieter an zwei aufeinanderfolgenden Terminen mit mehr als einer Monatsmiete in Verzug ist oder wenn er über einen längeren Zeitraum mit einem Betrag in Höhe von 2 Monatsmieten rückständig ist. Daneben berechtigt es den Vermieter aber auch zur fristlosen Kündigung, wenn der Mieter die Monatsmieten ständig unpünktlich zahlt, wenn er die Wohnung vertragswidrig nutzt, z. B. durch Überbelegung sowie unerlaubte Untervermietung oder indem er den Hausfrieden nachhaltig stört.

2.) Demgegenüber berechtigen schwere Mängel der Mietsache den Mieter seinerseits zur fristlosen Kündigung. In diesem Fall sind die gesetzlichen Kündigungsfristen nicht zu beachten, sogar Zeitmietverträge können fristlos gekündigt werden. Hierunter fallen z. B. die Nichtgewährung des Gebrauchs, wenn also der Mieter die Wohnung praktisch nicht mehr vertragsgemäß nutzen kann (z. B. durch Heizungsausfall im Winter oder eine völlig durchfeuchtete Wohnung). Gleiches gilt für eine erhebliche Gesundheitsgefährdung, z. B. durch eine überhöhte Formaldehydkonzentration in der Wohnung oder schwerwiegender und gesundheitsgefährdender Schimmelbefall.

In jedem Fall muss die fristlose Kündigung schriftlich erfolgen und der Grund, der die fristlose Kündigung rechtfertigt, im Kündigungsschreiben angegeben werden.

Sollten in Ihrem Falle die Voraussetzungen einer fristlosen Kündigung gegeben sein und Sie Ihr Mietverhältnis beenden wollen, stehen wir Ihnen zur Beratung und Vertretung gerne hilfreich zur Verfügung.

 

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Dr. Grotkamp & Blank, Heidhauser Straße 52, 45239 Essen (Werden / Heidhausen), Tel: 0201 / 40 27 40, Fax: 0201 / 40 99 24 04